Folgende Berichte finden Sie hier:

Teil 61 - Das Esseler Spritzenhaus

Teil 62 - Steinkreuz am Esseler Knapp

Teil 63 - Blühstreifen in der Brandheide

 

 

 

Interessantes, coronafreies, aus Suderwich, Teil 61

Das Esseler Spritzenhaus

Im frühen 20. Jahrhundert hatte jede Ortschaft ihre eigene Feuerwehr (s. Folge 52 - Löschzug Suderwich). So auch in Essel. Da diese auch Gerät zum Löschen benötigte, bekam Essel ein eigenes Spritzenhaus. Es wurde aus Brettern errichtet und diente als Unterstand für die Esseler Spritze.
Im Gegensatz zum alten Suderwicher Spritzenhaus ist es heute noch erhalten, wenn auch keine Geräte der Feuerwehr untergestellt sind.
Das Spritzenhaus gehörte der Stadt Recklinghausen, bis es in den Besitz des Bauern Wilking übertragen wurde.
Brände gab es in Essel mehr als genug. In 1888, als Melchers Hof abbrannte, wurden der „Spritzenmeister“ Hermann Feldhoff und Theodor Ridder schwer verletzt.
Eine Brandserie gab es in den Jahren 1908 – 1910, als sieben Wohnhäuser und Scheunen niederbrannten.
Heute gehört die Bauernschaft Essel zum Feuerwehrbezirk des Löschzuges Suderwich der Freiwilligen Feuerwehr Recklinghausen.
(Aus der Festschrift 850 Jahre Bauernschaft Essel, 2000)

Die Esseler Spritze vor dem Spritzenhaus


Feuerwehrfest in Essel am 05. Februar 1928

Das Esseler Spritzenhaus heute

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Interessantes, coronafreies, aus Suderwich, Teil 62

Steinkreuz am Esseler Knapp

Hier stellt sich gleich die erste Frage, in der Deutschen Grundkarte wird der Weg vom Steinkreuz Richtung Osten Opn´ Kapp genannt, wir kennen ihn nur als Knapp (s. auch  Festschrift 850 Jahre Bauernschaft Essel, 2000).
Vermutlich wird der Plattdeutsche Name Kapp von Kappe kommen, so wurde ein Bergrücken, genannt.
Heute ist nur noch der Name Esseler Knapp gebräuchlich. Er ist die Wasserscheide zwischen Emscher und Lippe. Dies bedeutet, dass der Regen der in Essel fällt, zur Lippe hin entwässerte, in Suderwich geht es ab zur Emscher.
Heute ist der Weg Opn´ Kapp ein unscheinbarer Feldweg, der vom Steinkreuz zum Hilbringschen Hagelkreuz (s. Corona 20) führt und dort endet. Das war aber nicht immer so.

Dem Brandenburgischen Kurfürst (das spätere Preußen) gehörte seit 1610 auch das Herzogtum Kleve am Niederrhein. Man soll es nicht glauben, aber über den o. g. Weg führte eine Postroute von Berlin nach Kleve, diese wurde ca. 1650 eingerichtet. Warum gerade dort? Asphalt, Bitumen oder ähnliches gab es zu dieser Zeit nicht, die Postkutschen fuhren auf unbefestigtem Boden, der nach jedem Regen aufgeweicht und schlecht zu befahren war. Auf einem Bergrücken stand das Wasser nicht lange und floss schnell ab. Somit war der Weg besser befahrbar als in der dauerfeuchten Emscherniederung. Es gibt sogar Vermutungen, dass dieser Weg schon zur Römerzeit genutzt wurde.

Die Esseler Chronik berichtet zu dem Kreuz, welches früher Station der Feldprozession zu Fronleichnam war, das es im Jahr 1907 von frevelhafter Hand umgestürzt und gänzlich zerstört wurde. Die Dorfbewohner von Essel sammelten den damals stolzen Betrag von 384,80 M. Somit konnte im gleichen Jahr das neue Kreuz errichtet werden. Es trägt die Inschrift:

„Sieh dies ist / gesetzt zum Falle / und zur Auferstehung / vieler“
„Mein Jesus /  Barmherzigkeit / Bauernschaft Ehsel“
 (1893) 1907


Bild ist aus den 30-iger Jahren, das stand noch die alte Linde hinter dem Kreuz.


Rechts neben dem Kreuz der alte Postweg Berlin - Kleve.


Die Inschrift leider nicht mehr lesbar, der Kunststein ist verwittert.

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Interessantes, coronafreies, aus Suderwich, Teil 63

Blühstreifen in der Brandheide

Es ist sehr schön, dass einige Landwirte größere Flächen zur Verfügung stellen, um Insekten und anderen Tieren eine Nahrungsquelle und ein Refugium zu bieten.
Zwei Stellen haben wir allein in der Brandheide gefunden, an denen wir beobachten konnten, wie gut diese "Insektenweiden" von den Tieren angenommen wurden.
Und nicht nur von den Tieren, es ist auch für uns jedes mal eine "Augenweide" wenn wir die "Insektenweide" sehen.
Wir sagen vielen Dank!

Dieses Bild hat es sogar bis ins Fernsehen geschafft: => Video

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